Gartenpflege

Gartenarbeiten im Frühling

Diese Arbeiten stehen an

Rasenpflege

Mit der richtigen Behandlung macht Ihr Rasen das ganze Jahr über eine gute Figur. Dabei ist die Rasenpflege im Frühjahr ausschlaggebend, denn bereits hier legen Sie den Grundstein für das ganze Jahr.

Wenn Sie den Rasen im Oktober oder November (je nach Witterung) nicht geschnitten haben und das Wetter im März schon etwas wärmer wird, sollten Sie Ihren Rasen auch schon Ende März mähen. Denn wenn die Sonne im März den Boden wärmt, beginnt Ihr Rasen schon zu wachsen. Um Ihren Rasen einen guten Start in die neue Saison zu geben, ist es nötig, etwa 14 Tage nach Beginn des Wachstums das erste Mal zu mähen.

Wichtig: Rasen mähen ist der erste Schritt im neuen Jahr. Die Halmlänge sollte nicht unter 5cm liegen.

Ph-Wert testen: Nach dem ersten Schnitt prüfen Sie den PH – Wert. Der PH-Wert ist sehr wichtig für das weitere Wohlergehen Ihres Rasens. PH-Tester erhalten Sie im gut sortierten Gartenhandel. Der PH – Wert sollte bei leichten (sandigen) Böden 5,5 und bei schweren (lehmhaltigen) Böden 6,5 nicht überschreiten. Sollte der PH – Wert unterschritten werden, verwenden Sie gelöschten Kalk, um den optimalen Wert wieder herzustellen.

Wichtig: Gehen Sie dabei behutsam vor. Streuen Sie den gelöschten Kalk gleichmäßig und in geringen Mengen über die gesamte Fläche. Vermeiden Sie auf jeden Fall zu viel Kalk bei der ersten Gabe. Das kann genau so schlecht für Ihren Rasen sein wie zu wenig Kalk. Bei Trockenheit sollten Sie danach die Fläche etwas wässern. Nach einer Woche messen Sie den PH-Wert erneut. Sollte der gewünschte Wert noch nicht ereicht sein, wiederholen Sie das Kalken.

Vertikutieren

Wenn Sie Ihren Rasen nun das erste Mal geschnitten und nach Bedarf mit Kalk versorgt haben, ist vertikutieren angesagt. Diese Wellness Kur sollten Sie Ihrem Rasen jedes Frühjahr gönnen. Bei einer Schnitttiefe, die nicht über 3cm in den Boden gehen sollte, werden auch die Wurzeln angeschnitten und die Erde wird besser mit Sauerstoff versorgt. Das Wurzelwachstum wird auf diese Weise im Frühjahr ganz besonders stimuliert. Danach entfernen Sie mit einem Rechen oder Fächer alles was der Vertikutierer aus dem Rasen entfernt hat. Das entfernte Moos können Sie anschließend auch kompostieren.

Düngen

Gönnen Sie Ihrem Rasen nach dem Vertikutieren wieder zwei Tage Pause. Die Schnittflächen an den Wurzeln können sich so wieder schließen. Nun ist die Startdüngung der letzte wichtige Schritt in eine perfekte Rasen-Saison. Verwenden Sie am besten organischen-mineralischen Dünger. Die darin enthaltenen Nährstoffe kann die Wurzel besser verarbeiten und die Nährstoffe halten auch länger im Boden. Nach der Gabe von Dünger wässern Sie die Fläche bei Trockenheit. Damit kann der Dünger ins Erdreich eindringen.

Und hier noch ein paar Tipps:

Die Hauptwachtstumsphase bei Rasen liegt zwischen April und Juni. Optimal ist ein wöchentlicher Schnitt, der je nach Lage zwischen 3 und 5cm Halmlänge liegt.

Halmlänge je nach Lage:

Schattige Lage 3cm: Damit kann Ihr Rasen bei Feuchtigkeit besser abtrocknen.

Sonnigen Lage 5cm: Durch die etwas längere Halmlänge kann Ihr Rasen sich selbst besser vor der Sonneneinstrahlung/Austrocknung schützen.

Tipp: Den Rasenschnitt können Sie bei trockenem Wetter auf der Rasenfläche liegen lassen. Innerhalb von ein bis zwei Tagen ist nichts mehr davon zu sehen und das Schnittgut führt wieder organisch verwertbares Material an die Wurzel.

Rosen richtig schneiden

Ende März wird es Zeit für den Frühjahrsschnitt der Rosen. Am besten orientieren Sie sich am Kalender der Natur – die Forsythienblüte zeigt Ihnen, dass es Zeit ist, mit dem Rosenschnitt zu beginnen.

Allgemeine Schnittregeln

Entfernen Sie zunächst immer alle abgestorbenen, erfrorenen und beschädigten Triebe bis ins gesunde Holz bevor Sie mit dem eigentlichen Schnitt beginnen. Grundsätzlich sollten starke Triebe nicht so stark geschnitten werden, denn so wird die Rose gezwungen, ihre Kraft auf viele Knospen zu verteilen. Die Rose bringt dann zahlreiche, aber deutlich kürzere und schwächere Neutriebe hervor. Schwache Triebe sollten Sie stark schneiden, die Rose kann ihre Kraft in wenigen Knospen sammeln. Zwar werden dann wenige aber dafür längere und stärkere Triebe hervorgebracht. Soll der Schnitt die Blütenbildung anregen, muss man wissen, dass die stärkste Blütenbildung abhängig von der Rosenklasse am ein- oder zweijährigen Holz stattfindet, also an Trieben, die während des letzten oder vorletzten Jahres gewachsen sind. Schneiden Sie Ihre Rose also so, dass sie möglichst viele starke Verzweigungen zweiter und dritter Ordnung hervorbringt.

Beetrosen

Eine Beetrose soll im Idealfall viele Blütentriebe mit zahlreichen Blüten ausbilden. Dabei darf sie aber nicht zu langtriebig werden, denn sonst fällt die Pflanze auseinander und verliert ihren buschigen Charakter. Lassen Sie an einer schwachwachsenden Beetrose nur drei gesunde Triebe mit drei Augen zurück. Eine starkwachsende Beetrose schneiden Sie auf fünf Triebe mit je fünf Knospen zurück.

Edelrosen

Hier will man mit dem Schnitt möglichst die Bildung langer, gerader Blütenstiele anregen, zu viele Verzweigungen sind nicht erwünscht. Schneiden Sie dazu alle stärkeren Triebe auf fünf Augen und alle schwächeren Triebe auf drei Augen zurück. Bei einer schwachwachsenden Sorte lässt man dann drei bis vier gesunde kräftige Triebe stehen, alle anderen werden am Ansatz entfernt. Bei einer starkwachsenden Sorte lassen Sie fünf bis sechs Triebe stehen.

Tipp: Sowohl bei allen Beetrosen als auch älteren Edelrosen schneidet man immer einen mehrjährigen Trieb bis zum Ansatz am Boden zurück. Damit wird die Verjüngung durch Neuaustriebe aus der Basis angeregt.

Tipp: Sowohl bei allen Beetrosen als auch älteren Edelrosen schneidet man immer einen mehrjährigen Trieb bis zum Ansatz am Boden zurück. Damit wird die Verjüngung durch Neuaustriebe aus der Basis angeregt.

Sträucher schneiden

Warum ist ein Strauchschnitt erforderlich?

In der freien Natur kann man oft beobachten, dass alte Sträucher im unteren Bereich oft viele tote, kahle Äste haben. Die Folgen sind wenige Blüten und später nur kleine Früchte. Damit ein Strauch seine volle Blütenpracht entfalten und danach kräftige Früchte hervorbringen kann, müssen alte und kranke Äste entfernt werden. Junge Triebe erhalten so mehr Nährstoffe, die einem gesunden Wachstum förderlich sind. Ein weiterer Grund für einen Strauchschnitt ist die Größe: Wild wuchernde Sträucher nehmen ihrem Umfeld Platz und Nährstoffe, und an den äußeren Ästen sind oft nur wenige Blätter und Blüten.

Der richtige Schnitt(zeit)punkt für den Strauch

Frühlingsblüher werden direkt nach der Blüte geschnitten, so können alle Nährstoffe in die verbliebenen Äste fließen und junge Triebe stärken. Das Wachstum eines stark wuchernden Strauch wird mit einem Wurzelschnitt gehemmt. Der Schnitt für stark geschädigte Äste und besonders schwaches oder totes Gehölz kann jederzeit durchgeführt werden.